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Gedanken zu The Harvest - 2099 (Science Fiction Thriller)

15. Mai 2020

Noch ein paar Gedanken zu ›The Harvest – 2099‹, meinem kürzlich veröffentlichten Science-Fiction-Thriller. Das war jetzt mein erster Roman, der etwas abgesoffen ist. Allerdings stand diese Möglichkeit immer im Raum, kam also nicht ganz überraschend. Da in dem Buch viele politische Gruppen gegeneinander agieren, unter anderem eine muslimische Partei, eine rechte Gruppierung, diverse Konzerne und ein Jude, der sich als Antagonist herausstellt, ist genug Potenzial vorhanden, um gewisse Dinge in den falschen Hals zu bekommen. Ehrenmord, Zwangsverhüllung und -verheiratung werden auch angerissen. Diese Dinge reichen anscheinend, um meinen Roman in eine gewisse Ecke zu stellen, obwohl sie meines Wissens nach in gewissen Ländern und vereinzelt auch bei uns durchaus stattfinden.

Einige Ereignisse oder Beschreibungen mögen bei manchen Lesern also entsprechende Reaktionen getriggert haben, die dann, wie vor Kurzem auf Amazon geschehen, in einer Rezension zum Ausdruck gebracht werden. In dieser speziellen wurde dem Roman – und damit natürlich meiner Wenigkeit – Rassismus unterstellt. Könnte man zum Schluss kommen, dass ich nicht sorgfältig genug gearbeitet hab. Auf der anderen Seite ist die Protagonistin eine Muslima und mein Protagonist verhält sich ebenfalls neutral gegenüber Religionen oder anderen Reizthemen. Da diese Themenbereiche allerdings in den letzten Jahren entsprechende Wellen geschlagen und viele Menschen eher empfindlich darauf reagieren, werde ich Romane in der Art in Zukunft lassen und mich rein auf Unterhaltung konzentrieren. Ein Experiment in dieser Richtung reicht, denk ich.

Im Grunde wollte ich darauf hinaus, dass die Vertreter aller Gruppierungen oder Individuen derselben nur zu ihrem eigenen Vorteil handeln, was sich dann eben über den Handlungsverlauf zu einer Katastrophe kumuliert – und damit den Mensch und der in ihm verankerten Tendenz, nur zu seinem eigenen Besten zu handeln, am Ende auch zu seinem größten Feind macht.

So viel dazu.

Der Text soll keine Rechtfertigung oder Ähnliches sein, sondern meinen Standpunkt bezüglich des Romans vertreten. Nicht mehr, und nicht weniger.

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